Endlich da: Die BIO-VERPACKUNG!

Da verhungern Mensch und Tier in Dritte-Welt-Ländern wie Brandenburg oder dem mittleren Afrika, die Meere vermüllen, die Bienen verrecken und die Wälder weltweit lichten sich. In den letzten Jahren allerdings haben wir „Erstis“ (Bewohner eines Erste-Welt-Luxus-Landes) allmählich ein Bewusstsein dafür entwickelt, wir möchten im Luxus schwelgend unseren Planeten retten. Das ist richtig und der Weg heißt Bio!

Nicht umsonst schleift Franka ihren Mann (Daniel, Medien-Designer; Anm.d.Red.) und ihre Tochter Aladine Woche um Woche in denn’s bioladen, um dort mit ihrem durch Strickmützenverkauf und einen Zweitjob bei Apple ehrlich verdientem Geld ehrliches Essen zu erwerben und so der FDP zu zeigen, was sie vom Kapitalismus hält. Der Biomarkt macht aus Frankas Einkäufen keinen Gewinn: falls am Ende des Geschäftsjahres tatsächlich ein paar Milliönchen übrig sind, so werden diese sofort „…in etwas Sinnvolles gesteckt“, belügt uns ein hochrangiger Mitarbeiter mit seinem strahlendsten Lächeln, dass wir ihm einfach glauben müssen. Auf unsere kritischste Frage lächelt der Mann besonders verschmitzt und erklärt fachmännisch gebildet: „Nein, nein, das ist kein Problem. Klar kommen Bio-Rüben aus Übersee, nicht wie die heimischen Drecksdinger vom Gemüsehändler und den Feldern um die Ecke. Aber sehen Sie, diese Bio-Rüben werden von Schiffen transportiert – und Schiffe schwimmen doch, die verbrauchen keinen Sprit, die sind doch völlig klimaneutral!“ Das hat uns überzeugt: Bio blüht, bio gedeiht, Bio wird die Welt ein wenig besser machen!

So gut der Gedanke auch ist, hatte Bio-Gemüse, Bio-Fleisch und Bio-Obst bis heute ein großes Problem: die Haltbarkeit. Da bisher keine passende Verpackung entwickelt werden konnte, vergammelten die Bio-Produkte regelmäßig und trieben damit Verkäufer in den Wahnsinn und Käufer in den Tod. Doch nun konnte die Redaktion des Bleichboy bei einem ihrer gefährlichen Auslandseinsätze in einem Kasteler Supermarkt Bahnbrechendes entdecken: Die Bio-Verpackung! Wie Sie auf dem Bild (s.o.) klar und deutlich erkennen können, handelt es sich um eine Banane (Bio), einen Apfel (Bio) und ein orangenes Clownfisch-Ei (Bio), eigeschweißt in sogenanntes Bio-Plastik. Bio-Plastik? Prof. Winfried D. Mulff von Meatwatch Europe erklärt uns die Besonderheiten dieses revolutionären Materials:

„Plastik ist ein für die Natur sehr gefährlicher Stoff, denn er ist in der Lage, alles kaputt zu machen. Bio-Plastik ist da anders, es ist natürlich abbaubar und zerfällt z.B. auf dem Schwarzwaldboden in seine natürlichen Bestandteile (Öl, ranziges Öl, Schmiere; Anm.d.Red.). Dieser Prozess dauert zwar pro Verpackungseinheit etwa 200 Millionen Jahre (…) doch unter uns, was bitte sind 200 Millionen Jahre im Vergleich zur Evolution?“

Es ist also tatsächlich wahr, die Bio-Verpackung existiert! Uns bleibt nur noch anzumerken: Falls Sie das oben abgebildete Produkt kaufen, fühlen Sie sich frei, die Packung einfach in die Büsche zu werfen.

IT’S BIO!

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2 Antworten zu Endlich da: Die BIO-VERPACKUNG!

  1. mfis schreibt:

    Reblogged this on mfis.

  2. nextkabinett schreibt:

    Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:
    Wohl wahr! Lieben Dank an den MfIS.

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