Vandalismus an historischer Stadtmauer

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(plz) Die alte Stadtmauer, Touristenmagnet und Stolz des Bleichenviertels, wurde letzte Nacht Opfer eines gemeinen Anschlags. Drei Unbekannte urinierten heimlich gegen die denkmalgeschützte Mauer, der Größe ihrer ‚Werke‘ nach, nach einigen Mengen an Bier. „Sie haben Symbole uriniert,“ so Polizeidirektor Melling. „Da es sich dabei um das Logo des 1.FC Kaiserslautern handelt, gehen die Ermittlungen über die Stadtgrenzen hinaus.“ Der Bleichboy war vor Ort.

Nicht selten bleiben verliebte Pärchen vor der alten Stadtmauer stehen, ein romantisches Foto zu schießen. Gerade im Sommer ist das antike Gebäude ein Touristenmagnet, Verkäufer tummeln sich und auch der Eiswagen kommt vorbei. Doch heute ist es ein anderes Bild: Blaulicht und Absperrbänder sichern den Tatort, drei riesengroße Flecken protzen von der Mauer herab: zweimal das Logo des FCK, sowie ein Spieler (rechts), der das eine Logo (mitte) scheinbar wie einen Fussball schießt. Das zweite Logo (links) könnte das Loch in der Torwand bei der Sportschau sein. Das bringt die Mainzer natürlich auf die Palme, auch in der Bleiche ist man darüber empört: „Eine Frechheit!“ schimpft zum Beispiel die Hundefriseurin Christl Rocky, während sie böse mit dem Finger winkt. „Und dann ham wir da noch verloren, letztens, sowas auch!“ Außer sich schlägt sie die Türe ihres Ladens zu.

„Ich finde das nicht gut,“ bestätigt ein Passant die allgemeine Stimmung. „Wer macht so etwas? Und warum?“ Traurig schüttelt der junge Mann den Kopf und zieht weiter. Und genau das ist die Frage, die man sich stellen muss: Wer tut so etwas? Und warum? Noch tappt die Polizei im Dunkeln, doch sie ist sich nach der eingehenden Prüfung durch eine eigens hierfür eingeführte Task Force unter der Leitung des ad hoc aus den USA eingeflogenen amtlichen Profilers Roger Kue sicher, den Täter zu fassen. Dies mag beruhigen, eine Sicherheit indes, dass die Täter gefunden werden, gibt es nicht. Und der Profiler geht noch einen Schritt weiter: „Das Bild auf der Mauer entspricht stark dem einer rituellen Tat. Und gemeinhin ist ein Ritual keine einmalige Sache, es besteht also die Gefahr einer Gruppe von Serienurinierern und somit weiterer abscheulicher Taten dieser Coleur. Auch möchte ich – bei aller Vorsicht – einen oder zwei Nachahmungstäter nicht ausschließen.“ Es scheint also noch nicht ausgestanden, der Bleichboy bleibt für Sie am Strahl!


(Erschreckend: Der Spieler (rechts) ist übermenschengroß!)

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2 Antworten zu Vandalismus an historischer Stadtmauer

  1. Manfred Pense-Maskow schreibt:

    Hä? Touristenmagnet? das ist eine heruntergekommene Seitenstraße. Da ist wohl bei Abbrucharbeiten ein Stück Stadtmauer aufgetaucht, Aber da geht bestimmt kein Tourist hin. Eine Schande auf so einem dreckigen Stück Mauer in so einem schäbigen Stadtviertel unser schönes FCK Logo hinzu malen. Das nächste mal bitte ans Rathaus.

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