Gedicht des Tages

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GEDICHT DES TAGES

(red) Auch diese Woche
gibt es wieder unser
Gedicht des Tages.
Heute ein kleiner Reim
der 23-jährigen Blumen-
händlers-Assistentin
Sissy Zacklmayr aus
der Gärtnergasse:

 

VON MAUS UND KÄSE

„Da lieg ich nun,
oh holdes Leben.

War’s der Hunger,
ein Verlangen,
das letzte Mahl
schon lang vergangen,
war’s die Lust,
die Langeweile,
oder war ich
gar in Eile?

Ist egal,
ich weiß nimmeeer.

Wohlgeruch
in meiner Nase
aus der Nase
kommt ne Blase,
rot aus Blut
ist diese Blase,
filigran,
wie eine Vase.

Würd so gern
den Käse haben,
mich an seiner
Milde laben,
ach wär das
’ne große Freude,
wär der Käse
meine Beute,
doch leider ist es umge-
kehrt,
ich bin vom Käse einge-
sperrt.

Da lieg ich nun,
ich arme Maus,
hauch mein Leben
balde aus,
denk ans Frauchen,
an die Kinder,
an den harten,
langen Winter,
weine Tränen,
werfe Blasen,
während die
Gedanken rasen:

Komm ich aus der Falle
raus?
Werd ich eine alte Maus?“
Dacht‘ die Maus
als sie erstarb
und mit Blut
den Kaas verdarb.

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