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(int) Ende des Jahres ist der Bleichboy-Redaktion ein leckerer Ring Wildsalami auf den Computertisch geflogen. Wir genossen sein Aroma mit ein paar Spreewaldgurken, dazu einen ausgezeichneten Chianti.
Per Luftpost kam das gute Stück, und es mag dekadent sein, in Zeiten wie diesen von Wildsalami zu sprechen. Das Ghetto trifft die Krise meist am heftigsten – und hätten wir die Kriminalität nicht, wir würden elendig verhungern. Auch der Bleichboy kann das nachempfinden, weiß jenes Empfinden aber gut unter Kontrolle. Laut Hersteller sind nur im Wald geschossene Tiere im Darm: Wildschwein und Reh, sowie etwas Weißburgunder und vereinzelt halbgrüne Pfefferkörner. Und man schmeckt das Wild deutlich! Die Farbe ist marinrot mit Sprenkeln von Fett, doch das Besondere in der Ansicht macht der Pfeffer. Man nennt die halbierten Körner auch Katzenaugen, in ihrem grüngrauen Schimmer mit den dunklen Ringen erinnern sie tatsächlich daran. Fein geschnitten zergeht diese Edelsalami wie Schinken auf der Zunge.
Zwei Sandwiches für Zwei
Man nehme 50g Edelsalami in zarten Scheiben / 4 Scheiben Schwarzbrot / 2 Scheiben Schwarzwälder roher Schinken in der Größe des Brotes / Butter / Schalotten / 2 Spreewaldgurken / etwas Spundekäs / etwas Mett / Salz, Zucker, Pfeffermühle, Knoblauch, Thymian, Tabasco, Chianti
Zubereitung Schalotten in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Gurken in runde Scheibchen schneiden / Butter mit Thymian in der Pfanne zerlassen / 2 Scheiben Schwarzbrot hauchfein mit Mett bestreichen (unten), 2 Scheiben Schwarzbrot mittelfein mit Spundekäs bestreichen (oben) / die Hälfte der Zwiebeln und die Gurken (in der Reihenfolge) auf das Mett verteilen / Edelsalami ebenmäßig darauf verteilen, zuckern und etwas Tabasco darüber geben / Knoblauch in der Butter kurz anschießen, dann 2/3 der heißen Butter samt Knoblauch über die Salami verteilen (es darf brutzeln) / Pfanne vom Herd, den Schinken für ca. 20 Sekunden in der noch heißen Pfanne Wellen schlagen lassen, währenddessen die restlichen Zwiebelringe auf der Salami verteilen, etwas Salz und dann den Rest der Butter über die Salami, den Schinken obenauf, pfeffern, Schwarzbrot mit Spundekäs zum Deckeln drauf, fertig!
dazu den ausgezeichneten Chianti
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Auf die Gefahr hin, als kranker Lüstling hingestellt zu werden (von Leuten, die nach 20 Minuten The Woman den Saal verlassen und nicht wirklich etwas gesehen haben), möchte ich das neueste Werk des so unbekannten wie großartigen Lucky McKee empfehlen. Der subtile Hinweis www.capelight.de sei hier eingestellt (und Asche über mein dummes Haupt), denn laufen wird The Woman weder in Programmkinos, noch im bunten Cineplex, davon ist fest auszugehen.
Aber warum?
Was Spielberg mit der Omaha-Beach-Sequenz im Soldat James Ryan ein filmisches Intro lang recht konsequent durchzieht, traut sich Lucky McKee über die vollen 103 Minuten seines Werks. Ohne Wenn und Aber zeigt er mindestens ebenso ungeschminkt alles Relevante in der Familie Cleek, deren Familienvater sowie eiserner Patriarch Chris Cleek (Sean Bridgers, realistisch dass es einem übel wird) eine Fassade baute, perfekt, geleckt und inhaltslos wie die Filme eines Michael Bay, nur um im Inneren den Sohn (Tommy Nelson) zu einer Kopie seiner selbst zu erziehen, Frau Belle (Angela Bettis, mindestens auf Augenhöhe mit Susanne Lothar in Hanekes Funny Games) und Tochter Peg (Lauren Ashley Carter) aber schlägt, terrorisiert und – wahrscheinlich, die Indizien drängen es auf – vergewaltigt, wenn es über ihn kommt. Peg ist schwanger, zu anderen Jungs hat sie scheinbar keinen echten Kontakt. Nur die kleine “Darlin” (Shyla Molhusen) ist noch viel zu jung, um vom Vater als potentielles Opfer erkannt zu werden. In dieser Familie regiert der Druck, zynische Freundlichkeit und ein fast Wahnsinniger, der Frau und Tochter mit den Jahren in den Selbstmord oder Amoklauf treiben wird – als logische Konsequenz. Das ist schon etwas härterer Stoff, zumal McKee sich trotz aller filmischer Eleganz weigert, den Zuschauer durch beschönigende Wendungen oder heilsbringende Nachbarn aufzufangen. Den Zuschauer wie seine Protagonisten. Doch ist das nur die eine Seite von The Woman.
Im Wald, nicht weit vom Haus der Cleeks entfernt, lebt unentdeckt eine verwilderte Frau. Sie ist mehr Tier als Mensch, triebgesteuert, keiner verbalen Sprache mächtig, affektiv und mit Instinkten ausgestattet, die uns verkümmerten Städtern und Gesellschaftswesen längst verloren gegangen sind, als wir das Kleinkindalter hinter uns gelassen haben. In der Eröffnungssequenz von The Woman tötet der von Pollyana McIntosh (Sex And Death 101) eindringlich gespielte titelgebende Charakter einen Wolf, nur seiner Höhle wegen, einem größeren Loch unter dem ausgerissenen Wurzelwerk eines halb gestürzten Baums. Man kann sich fast in die Lage des Tiers versetzen, wie es plötzlich einem übermächtigen Gegner gegenüber steht, in der eigenen Höhle ermordet wird.
Zurück zu den Cleeks. Chris hat neben der psychischen wie körperlichen Gewalt, die er Frau und Tochter antut (stellvertretend für alle Frauen, das wird mit der Zeit schmerzhaft deutlich), ein weiteres ‘Hobby’: die Jagd. Und so kommt es wie es kommen muss; Chris entdeckt die Wilde, fängt sie ein, spannt sie im Geräteschuppen auf und versucht sie – nach eigenen Worten – “…zu zivilisieren.” Im Grunde eine Ausrede für das ungehinderte und ‘moralisch einwandfreie’ Ausleben seiner perversen Art. Eine wehrlose Frau im Schuppen gefangen, da freut sich Chris, lässt gar seine Familie an seinen ‘Erziehungsversuchen’ teilhaben.
Man könnte nun einen (tatsächlich fragwürdigen) Slasher a la Saw oder Hostel erwarten, einen Torture-Porn, der sein einziges Potential aus der Perversität des Gezeigten zieht. Doch wer das glaubt, der unterschätzt den Regisseur sowie Autor Jack Ketchum (Evil) um Meilen. McKee bleibt konsequent an der Psyche, hat seinen Fokus auf das Seelenleben vor allem der diversen Opfer (unterdrückte Frau, die das Leid ihrer Kinder sowie der Woman tatenlos mit ansieht | die stummen Schreie vergewaltigten Tochter, wenn der Vater ‘liebevoll’ an ihrem Bett sitzt | der Sohn, dessen Seelenleben längst kaputt gegangen ist | die Wilde, gefangen, hilflos, malträtiert, doch voller Wut und Kampfeslust). Wo uns Clockwork Orange (Kubrick) das Gesehene durch Absurdität erträglich macht, Pycho (Hitchcock) durch eine dramaturgische Distanz, lässt uns Lucky McKee wie ein zur Untätigkeit gezwungener Geist durch die Szenen gehen, in jedem Moment möchte man rufen: “Tu doch dies!” “Geh fort!” “Hol Hilfe!” “Warum gehst Du nicht zur Polizei!” Trotzdem ist uns klar, warum sie eben alle nichts dagegen tun, nichts tun können… von der eigenen Angst vor jeglicher Veränderung gelähmt.
Doch was da mit Chris Cleek und der Wilden aufeinander prallt ist eine unerhörte Wucht! Ohne die Wilde wäre The Woman ein schmerzhafter Blick in die unschöne Welt häuslicher Gewalt. Doch die seltsame Frau aus den Wäldern, über die man wenig weiß, jedoch genug, um sie zu verstehen, ist die Brechstange, mit der die Türe aufgebrochen und der Hund erledigt wird, das kontrastierende Stilmittel, durch welches die Fassade schließlich in einem berauschenden wie pechpechschwarzen Finale zum Einsturz kommt. Und wer eine viertel Stunde vor Schluss den Film nicht mehr erträgt, sollte ihn tatsächlich bis zum Ende sehen. Denn das Ende fängt Dich wieder auf – irgendwie…
Dominic Memmel
(geht nächstes Mal auch auf den Soundtrack ein)
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(bpa) Die Bleichen-Ärztekammer ist sehr besorgt über die momentanen modischen Entwicklungen, vor allem im Umfeld der Designstudentenszene, und gibt eine eindringliche Warnung heraus. Diese möchten wir hier im Wortlaut wiedergeben:
“In letzter Zeit zeigt sich auch in Mainz der Trend, trüben Drogenblick sowie Pickelränder um die Augen mit der sogenannten Nerd- oder Buddy-Holly-2.0-Brille wettzumachen. Dazu gibt es das geläufige Sprichwort: Mehr Schein als sein, Design!
Diese zum Teil als reines Modeaccessoire genutzten Brillen mit den dicken, schwarzen Rändern sind oft nur mit dioptrienfreiem Fensterglas versehen. Nun hat sich jedoch in einer umfassenden Münchner Studie herausgestellt, dass durch die mangelnde Fokussierung des Fensterglases in Verbindung mit Form und Farbe des Gestells ein sehr seltenes, für die empfindliche Netzhaut immens gefährliches Phänomen auftritt. Die sogenannte UV+ Kopplung sorgt für ein visuelles Feedback im UV-Bereich, einfallende UV-Strahlen werden mehrfach potenziert und somit in besonders starker Dosis auf die Netzhaut geworfen. Für den Betreffenden ist dieser Effekt weder spürbar noch sichtbar. Allerdings – und hier liegt die Gefahr – wird durch die UV+ Kopplung die Netzhaut Schritt für Schritt stark geschädigt. Dies ist qualitativ vergleichbar mit der Schädigung der Lunge durch den Konsum von ca. 130 Zigaretten pro Tag, und endet nach nur wenigen Jahren mit Blindheit. Bei Nerd-Brillen mit echtem Stärkeglas ist dieser Effekt zu vernachlässigen, vom Tragen einer solchen Brille mit Fensterglas wird jedoch dringend abgeraten.
Ein weniger dramatischer Nebeneffekt, der sowohl bei Nerd-Brillen mit als auch ohne Dioptrien deutlich zu Tage tritt, ist das unverkennbar dümmliche Aussehen der Brillenträger, sowie – vor allem bei jungen Frauen – ein ungesunder Teint. Buddy Holly wäre über diese medizinische wie modische Verirrung sicherlich nicht glücklich!”

(so sieht eine Nerd-Brille aus, deutlich zu erkennen: wirkungsloses Fensterglas)
UPDATE
Wie aus weit entfernten Regionen im Osten (Berlin) vermehrt gemeldet wird, werden Nerd-Brillen oft von Studenten in eher ärmlichen Verhältnissen genutzt, um der bitteren Wahrheit nach außen hin einen teuren Anstrich zu geben. Diese sind manchmal so arm, dass sie sich nicht einmal Wattestäbchen zum Putzen der Ohren leisten können (Achtung: Gefahr!). So reinigen sie ihre Gehörgänge unter Zuhilfenahme ihrer Brillenbügel. Dies kann zu schwerwiegenden Verletzungen im Gehörgang führen.
Die Berliner Ärztekammer warnt deshalb: “Achtung! Nerd-Brillen machen taub!”
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(red) Zu Weihnachten 2011 erreichte die Bleichboy-Redaktion ein ganz besonderes Präsent. Eine Holzkiste aus den USA wurde uns verwunderten Reportern vom verschwitzten Postboten übergeben, ein schweres Teil, das wir sofort zu öffnen gedachten. Und so, einem innerbetrieblichen Sprichwort folgend: Gedacht, gemacht!
Der Inhalt war nicht minder absonderlich. Unser Chefredakteur hatte vor einigen Monaten bei einem Interview mit dem sizilianischen Kneipenbesitzer Gigi Fortunato mit eben jenem einen handfesten Streit, bei dem er seine Jacke verlor. Oder vergaß, je nach Sicht der Dinge. Das Weihnachtsgeschenk nun, gesendet von einem gewissen Virgil “The American” Fortunato, scheint die alte Fehde friedlich zu begraben. Denn neben der verlorenen Jacke enthielt es zwei rohe Fische (in die Jacke gewickelt), sowie einen hübschen Wecker (der aber zwei Tage nach geht). Die Jacke wurde in die Wäscherei gegeben, den Fisch bereiteten wir zu und verspeisten ihn am Abend. Gigi und Virgil Fortunato, falls Ihr diese Zeilen lest: es sei Euch herzlich gedankt!

(aus dem Archiv: der berühmte Myctophum punctatum, der dem Archivverwalter als Taschenlampe dient)
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Hier findet sich eine Auswahl an Veranstaltungen und Kinoprogramm für die Bleiche. Es wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert, Veranstalter wenden sich bitte an: bleichboy@web.de
Internet-Lesung beim gONZo verlag
08. Januar ab 17 Uhr
Hadayatullah Hübsch (Archiv)
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12. Januar ab 20 Uhr | Dorett Bar
Poetenschmaus
DALIBOR MARKOVIC ist ein bekannter Spoken Word Poet und Beatboxer. Streetslang, poetische Verdichtung, Wortspiel und Beatboxing gehören zu seinen Markenzeichen . Seine Spezialität sind lyrische Porträts und szenische Gedichte, die er nur mit Hilfe seiner Stimme rhythmisch untermalt und ihnen somit besondere Ausdruckskraft verleiht. Er mischt in seinen Texten Dialogfetzen, prosaische Passagen und Gedichtverse mit rhythmischen Beat Box-Einlagen. Mit dem Beat-Boxen begann der 1975 in Frankfurt am Main geborene Performer schon in seiner Kindheit, über die Musik fand er zur Poesie.
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Yoga Vidya Center Mainz | Neubrunnenstr. 8
14. Januar 2012 von 16 bis 21 Uhr
Charity Yoga-Event zugunsten indischer Kinder
18. Januar 2012 von 18 bis 22 Uhr
Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya zu Besuch
Weitere Termine und detailierte Informationen: HIER
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19. Januar 2012 | 20:30 Uhr | Alexander The Great | Hintere Bleiche 8
Lesung – Das Grauen auf der Schwelle!
Hatwev Nekmis, der düsterste Geselle unter unseren Redakteuren, liest aus dem eigenen Werk. Angesiedelt zwischen Lem und Lovecfraft kommen gerade Freunde der psychologischen Spannung voll auf ihre Kosten. Der Eintritt ist frei!
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20. Januar | schon schön | Große Bleiche
Tanzcafé Kommando
Electro – Techno -Breaks – Installation
Eintritt 3,- €
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21. und 27. Januar | Dorett-Bar | Zanggasse 36 Mainz
Dorett House Bar
Finest House Tunes with Bene & Sören Miehe
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09. Februar | schon schön
BLOODGROUP
Having released one of the very best albums of 2009 in Iceland according to critics and others alike, Bloodgroup have risen from making simple electro pop in run-down houses in East-Iceland to something much bigger.
This four-piece band is known for sensational live shows, their captivating melodies and powerfully crafted brand of electronic music. Bloodgroup released their debut album, Sticky Situation, in November 2007. The album was very well received, and Bloodgroup were considered as one of the most interesting bands in Iceland following its release. The next two years were spent mostly on touring, playing festivals like SXSW in Austin, Texas, NXNE in Toronto, Canada, Roskilde festival in Denmark, CMJ in New York, Eurosonic in the Netherlands and Iceland Airwaves.
Bloodgroup’s second album, Dry Land, was released in Iceland on December 2nd 2009. It has been one of the most successful albums in Iceland since its release, praised by critics and the first single, My Arms, has done extremely well on Icelandic radio. Dry Land received the Icelandic independent “Kraumur” Album awards and has been called “the best album of the year” by most critics in Iceland, and has been described as a big step forward for the band.
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09. Februar ab 20 Uhr | Dorett Bar
Poetenschmaus
Quichotte, Ghostwriter des sagenumwobenen Jonny Beton, ist von Hause aus eigentlich Rapper. Die Rolle als Frontsau bei der Rap‘n‘Roll Band Querfälltein kann deshalb als sein Hauptbetätigungsfeld bezeichnet werden. Dennoch: Die Liebe zur Poesie und dem geschriebenen und gesprochenen Wort ließ Quichotte im Jahre 2008 auch den Weg auf die Slambühne finden, wo er seitdem sowohl Ernstes, als auch Erheiterndes, Erfundenes und hoffentlich niemals Ermüdendes zum Besten gibt. Dabei lassen sich in seinen Text häufig stilistische, jedoch oft auch inhaltliche Parallelen zu den in der Band vorgetragenen Raptexten finden. Allerdings werden auch diejenigen, welche eine Vorliebe für ein komisches Stück Prosa haben, in den Memoiren Jonny Betons mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Quichotte konnte bei der deutschen Poetry Slam Meisterschaft 2010 nicht nur bis ins Halbfinale vordringen, sondern auch den inoffiziellen Titel des Rapslam-Meisters erlangen und diesen Titel 2011 bei der Meisterschaft in Hamburg verteidigen. In seiner Soloshow liest er „Aus den Memoiren Jonny Betons“, trägt Spoken Word Gedichte vor und rappt auf Anfrage Freestyle. Langeweile kriegt dementsprechend einen Arschtritt. Aber so was von! Hingehen lohnt sich.
Support: Strummer Max
“Einmal Strummer Max, bitte!”
Das Duo Michael und Stephan macht schon lange Musik. Durch zahlreiche Begegnungen auf der Bühne (und am Tresen) wurden sie nicht nur Freunde, sondern entdeckten auch, dass Ukulelen und Gitarren perfekt harmonieren. Als große Fahrstuhlmusik-Liebhaber haben sie sich den größten Instrumentalhits wie ‘Girl from Ipanema’, ‘Sophisticated Hula’ und ‘Take The A-Train’ verschrieben. Jazzige und hawaiianische Klänge bis hin zum Pop prägen Ihren Bühnensound.
Strummer Max ist anders, erstaunlich, gekonnt. Denn eines können sie – strummen bis zum Maximum. Guten Appetit!
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Kinoprogramm
CAPITOL
Montag, 02. Januar
20.00 Uhr
Preview: Ziemlich beste Freunde
http://www.ziemlichbestefreunde.senator.de/
PALATIN
Montag, 09. Januar
20.00 Uhr
Preview: Kriegerin
http://www.kriegerin-film.de/
CAPITOL
Montag, 16. Januar
20.00 Uhr
Preview: Dame, König, As, Spion
http://www.drive-movie.com/
CAPITOL
Montag, 23. Januar
20.00 Uhr
Preview: The Artist
http://www.filmstarts.de/kritiken/183070.html
CAPITOL
Montag, 30. Januar
20.00 Uhr
Preview: Dame, König, As, Spion
http://www.filmstarts.de/kritiken/169913.html
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Zu einem noch ungeklärten Zeitpunkt wird der B.LEICHENKRIMI veröffentlicht (gONZo verlag). Der unbekannte Autor des B.LEICHENKRIMIS hinterließ der BLEICHBOY-Redaktion freundlicher Weise das Vorwort:
“Ich wasche meine Hände in Unschuld – und im Blut meiner Opfer.
Hatvew Nekmiş
Am 18. Juni 2011 rief die Stadt Mainz zur Langen Nacht der Museen. Das heißt, Museen, Galerien und sonstige Kulturschaffende öffneten ihre Pforten, die marodierenden Bürger wurden hordenweise ein- und wieder ausgeschleust, mit Kunst, Kultur und reichlich Sekt und Häppchen bombardiert – da blieb kein Auge trocken! Und da auch der Autor, dessen Buch Du in den Händen hältst, und der Verlag, dessen Chefetage den armen Autor mit Waffengewalt zur Mitarbeit genötigt hat, die größten aller Mitläufer der Szene sind und sich an ziemlich jeder dahergelaufenen Veranstaltung beteiligen müssen, entstand für die Lange Nacht der Museen folgende Idee:
Bürger der Bleiche, wir schreiben einen B.Leichenkrimi! Kommt in Scharen, gebt dem Krimi seinen Rahmen: Story, Opfer, Protagonisten. Aus Euren kranken Gedanken machen wir ein gesundes Buch!
Und sie kamen in Scharen und führten uns entsetzten jungen Menschen vor, zu was der gemeine Bleichenbewohner in der Lage ist, eine Geschichte aus der Hölle. Hier für Dich, geneigter Leser, der Einfachheit halber die Vorgaben des Volks in Stichpunkten:
- der Kardinal von Mainz wird ermordet
- im Puff in der Bleiche
- die Leiche wird von Etablissement zu Etablissement weitergereicht
- die Polizei hinkt hinterher
Und nun die Protagonisten, ebenfalls ein Werk der Bürger:
- Leiche des Kardinals
- sein schusseliger Assistent
- eine Journalistin
- ein Kommissar
Es war für mich als Autor von einem gewissen Reiz, an einem vorgebauten Skelett entlang die Fetzen rohen Fleischs anzubringen, Venen und Arterien zu verbinden, Organe an die richtigen Stellen zu packen (und in der passenden Anzahl), Horn, Haar und Haut aufzutragen und der Kreatur, ähnlich der von Doktor Frankenstein, künstliches Leben einzuhauchen. Doch so sehr die technische Arbeit am Roman, das rückwärtige Sezieren, in meinen holden Loorbeergarten fällt, ist die Geschichte selbst eine Idee des Volks gewesen. Ohne das Volk wäre dieses Buch nicht entstanden, kein Fleisch ohne Skelett, keine Adern ohne Fleisch, keine Nerven, keine Haut ohne Adern … kein Leben!
Xxxxxxx Xxxxxx”
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GEDICHT DES TAGES
(red) Auch diese Woche
gibt es wieder unser
Gedicht des Tages.
Heute ein kleiner Reim
der 23-jährigen Blumen-
händlers-Assistentin
Sissy Zacklmayr aus
der Gärtnergasse:
VON MAUS UND KÄSE
“Da lieg ich nun,
oh holdes Leben.
War’s der Hunger,
ein Verlangen,
das letzte Mahl
schon lang vergangen,
war’s die Lust,
die Langeweile,
oder war ich
gar in Eile?
Ist egal,
ich weiß nimmeeer.
Wohlgeruch
in meiner Nase
aus der Nase
kommt ne Blase,
rot aus Blut
ist diese Blase,
filigran,
wie eine Vase.
Würd so gern
den Käse haben,
mich an seiner
Milde laben,
ach wär das
‘ne große Freude,
wär der Käse
meine Beute,
doch leider ist es umge-
kehrt,
ich bin vom Käse einge-
sperrt.
Da lieg ich nun,
ich arme Maus,
hauch mein Leben
balde aus,
denk ans Frauchen,
an die Kinder,
an den harten,
langen Winter,
weine Tränen,
werfe Blasen,
während die
Gedanken rasen:
Komm ich aus der Falle
raus?
Werd ich eine alte Maus?”
Dacht’ die Maus
als sie erstarb
und mit Blut
den Kaas verdarb.