Die U-Bahn kommt!

(bpa) Nachdem das erste Testprojekt zur von den Ländern Rheinland-Pfalz und Große Muschel angedachten U-Bahn-Strecke Alzey-Mainz-Kastel seit über einem Monat sehr erfolgreich in den öffentlichen Nahverkehr eingegliedert ist, soll nun am kommenden Karfreitag der Startschuss für das ehrgeizige Projekt, die sogenannte ‘Mainzulbahn’ fallen.

“Die U-Bahn ist die unterirdische Krone unserer Hauptstadt,” so* der designierte Ex-Bürgermeister Beutel. “Wenn Sie vom Bahnhof in Alzey..” so Beutel weiter “..in zehn Minuten, ohne dass Sie bei Erna nochmal Trauben holen.. dann steigen Sie praktisch in Rhein-Main aus. Sehen Sie, der Bahnhof in Alzey, wächst dann praktisch mit.. sagen wir, zum Beispiel, der Bleiche.. zusammen. Ohne dass Sie noch, wenn Sie.. etwa an der Garderobe im schon schön aussteigen, einen Drink nehmen.. Ihren Anschluss verpassen würden, in die Oberstadt oder nach Gonsenheim.” Doch damit nicht genug, ist der Stadt hier auch ein architektonischer Coup gelungen.
Weiser Weise geht die Mainzulbahn die ersten 35 Kilometer schnurgerade von Alzey über Nieder-Olm und Ober-Olm nach Mainz hinein. Von Bretzenheim an führt die einzige U-Bahn RLPs aber in Schlangenlinien unter den dichter besiedelten Stadtgebieten entlang. Das ergibt neben einem dichten Netz an U-Stationen eine immense Streckenlänge und lange Fahrtzeiten für relativ kurze Strecken, doch die Stadt ist sich sicher “…das Projekt kommt an! Nicht zuletzt wegen den uXen**, das sind Einzelwägen in Taxigröße, die das Netz auch diagonal durchqueren können, aber bei offenem Chassis und ohne Licht auch weniger komfortabel daherkommen.”
Das anfangs erwähnte Testprojekt überstrahlt seit wenigen Wochen den Brückenkopf in Kastel – und damit die gesamte Brücke. Das Planspiel Uxelbahn2000, aus dem letztlich die Mainzulbahn entstanden ist, erobert den Untergrund!

Ein zweiter solcher Komplex wird im Sommer 2013 auch die Blumenanlagen am Deutschhaus ersetzen, auf der Mainzer Seite der Brücke. Bleiche U-City wird als unterirdische Hauptstation und Mall bis weit unter die große Bleiche reichen; ganz nebenbei soll hier Leben entstehen, ein Markt, Restaurants, sogar eine unterirdischer Kinderkrippe gilt als sicher. Direkt angeschlossen sind die Haltestellen Landtag, Landgericht (neu) und Rheinpromenade (neu), ebenfalls in Schlangenlinien miteinander verbunden. Auf der Oberseite der Anlage wird ein sogenannter Zukunftspark entstehen, eine menschenfreie Grünanlage nach den neuesten Erkenntnissen des Klimawandels: “Die Pflanzen sind gut ausgewählt und passen sich bestens an die kommenden klimatischen Veränderungen in unseren Breitengraden an,” so ein hiesiges Stadtorgan.
Noch steht die Öffentlichkeit dem Projekt skeptisch gegenüber, der Informationsfluss zur Sachlage ist eher verwirrend und etwas ratlos zeigte sich der Otto-Normalbefragte auf der Straße z.B. beim Thema ‘rationaler Erklärbarkeit’: “Eeehh, da bräuscht’ isch a’moa a Lineaal, odder!?”
Hier sollte von Seiten der Planleitung nachgearbeitet werden. Trotz Kritik darf aber nicht vergessen werden, welch hohen Komfort die Stadt Mainz erleben wird und welch ungeheuerlich logistischen Aufwand es bedeutet, ein Stadtviertel unterirdisch um mehr als 30 Prozent wachsen zu lassen…

Die Redaktion vom Bleichboy hat beim Bauamt den ‘Antrag auf eigene U-Station’ eingereicht und nun reißt mal vorsorglich die ersten Wände für den Fahrstuhl nieder.


Sieht so bald Mainz aus?

*oder so ähnlich
**uX = unknown Xdrive
(eXtreme_direct_radioactive_injection_volt-energy)

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Vandalismus an historischer Stadtmauer

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(plz) Die alte Stadtmauer, Touristenmagnet und Stolz des Bleichenviertels, wurde letzte Nacht Opfer eines gemeinen Anschlags. Drei Unbekannte urinierten heimlich gegen die denkmalgeschützte Mauer, der Größe ihrer ‘Werke’ nach, nach einigen Mengen an Bier. “Sie haben Symbole uriniert,” so Polizeidirektor Melling. “Da es sich dabei um das Logo des 1.FC Kaiserslautern handelt, gehen die Ermittlungen über die Stadtgrenzen hinaus.” Der Bleichboy war vor Ort.

Nicht selten bleiben verliebte Pärchen vor der alten Stadtmauer stehen, ein romantisches Foto zu schießen. Gerade im Sommer ist das antike Gebäude ein Touristenmagnet, Verkäufer tummeln sich und auch der Eiswagen kommt vorbei. Doch heute ist es ein anderes Bild: Blaulicht und Absperrbänder sichern den Tatort, drei riesengroße Flecken protzen von der Mauer herab: zweimal das Logo des FCK, sowie ein Spieler (rechts), der das eine Logo (mitte) scheinbar wie einen Fussball schießt. Das zweite Logo (links) könnte das Loch in der Torwand bei der Sportschau sein. Das bringt die Mainzer natürlich auf die Palme, auch in der Bleiche ist man darüber empört: “Eine Frechheit!” schimpft zum Beispiel die Hundefriseurin Christl Rocky, während sie böse mit dem Finger winkt. “Und dann ham wir da noch verloren, letztens, sowas auch!” Außer sich schlägt sie die Türe ihres Ladens zu.

“Ich finde das nicht gut,” bestätigt ein Passant die allgemeine Stimmung. “Wer macht so etwas? Und warum?” Traurig schüttelt der junge Mann den Kopf und zieht weiter. Und genau das ist die Frage, die man sich stellen muss: Wer tut so etwas? Und warum? Noch tappt die Polizei im Dunkeln, doch sie ist sich nach der eingehenden Prüfung durch eine eigens hierfür eingeführte Task Force unter der Leitung des ad hoc aus den USA eingeflogenen amtlichen Profilers Roger Kue sicher, den Täter zu fassen. Dies mag beruhigen, eine Sicherheit indes, dass die Täter gefunden werden, gibt es nicht. Und der Profiler geht noch einen Schritt weiter: “Das Bild auf der Mauer entspricht stark dem einer rituellen Tat. Und gemeinhin ist ein Ritual keine einmalige Sache, es besteht also die Gefahr einer Gruppe von Serienurinierern und somit weiterer abscheulicher Taten dieser Coleur. Auch möchte ich – bei aller Vorsicht – einen oder zwei Nachahmungstäter nicht ausschließen.” Es scheint also noch nicht ausgestanden, der Bleichboy bleibt für Sie am Strahl!


(Erschreckend: Der Spieler (rechts) ist übermenschengroß!)

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Bierfass entwendet

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(plz) Nach eigenen Aussagen wurde vor drei Tagen ein Bierfass entwendet. Die Polizei ermittelt, Angehörige gibt es keine.

Ein Fass – auch Tonne genannt (vom lat. „Tunna“) – ist ein aus Holz, Metall oder Kunststoff hergestellter, großer, walzen- oder hafennuttenförmiger (zylindrischer), eventuell gebauchter, manches Mal sogar gebrauchter Behälter. Es dient in der Regel der Aufbewahrung von Flüssigkeiten (Bier, Schnaps, Ersatzflüssigkeit / Anm. Red.) während einer bestimmten Zeitdauer in meist mittelgroßen Mengen (ein paar Liter bis ein paar hundert Liter). Ein Fass besitzt entweder eine kleine Öffnung, das Spundloch, für die Befüllung und die Entleerung der Flüssigkeit oder ist einseitig ganz offen und kann mit einem Deckel versehen werden. Diese zweite Fassart dient eher der Aufbewahrung von festen oder pulverförmigen Stoffen sowie dem Geheimtransport von illegal hergestellten Menschenleichen. Verwandt mit dem Fass sind die Hülse, die Patrone, der unsportliche Amerikaner, die Kugel, Helmut Kohl, Frau Braun sowie die meisten Weltraum-Satelliten.


Traditioneller Fassbieranstich in Winnweiler (Foto: Wiki)

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Yoga Vidya

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Bauarbeiten am Abgeordnetenhaus

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(bpa) Aufgrund von aufwändigen Sanierungen im Gebäudeinneren gibt das Mainzer Abgeordnetenhaus eine mehrtägige Halbsperrung der umgebenden L- und PKW-Peripherie bekannt.

In den folgenden Wochen kann es je nach Wetterlage zu erhöhtem Handwerkeraufkommen und damit verbunden weitreichenden handwerklichen Arbeiten am Mainzer Abgeordnetenhaus im Osten der Bleiche kommen. Es werden für insgesamt 45 Millionen Euro neue Kaffeemaschinen, Sesselkissen und Bildschirmschoner eingerichtet, sowie Toiletten mit lauwarmer Afterspülung und dem integriertem Ansagemodul FERTIG. Als medientechnische Besonderheit sollen in den beiden Fahrstühlen öffentliche Faxgeräte entstehen. Es empfiehlt sich in diesem Zeitraum das Abgeordnetenhaus geräumig zu umfahren. Fußgänger und Radfahrer sind wie immer nicht von den Sperrungen betroffen. Es wird darum gebeten von der Pflanzung von Erinnerungsbäumen abzusehen, da hier weder die Sicherheit der Bäume noch der Pflanzer garantiert werden kann.


So sieht ein besonders schonender Bildschirmschoner aus, Kostenpunkt pro Stück 1.745,- € (Foto: Hersteller)

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Mysteriöse Beben in der Bleiche

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(bpa) Wie jetzt bekannt wurde, kam es im August und September 2011 zu mehreren kleinen Erdstößen, deren Epizentrum jeweils die Bleiche gewesen ist.

Wie das Landesamt für Geologie und Bergbau nun bekannt gab, wurde die Bleiche im letzten Spätsommer mehrfach von Erdstößen erschüttert. “Nichts Schlimmes,” beruhigt ein Sprecher des LGB, “Beben in dieser Stärke kommen weltweit am Tag mehrere tausend Male vor.” Allerdings ist die Häufigkeit, mit der die Erdstöße ihr Epizentrum in der Bleiche hatten, beachtlich. Da die Beben aber so leicht waren (Richterskala Stufe 2 bis 3,5), wurden sie meist von den Anwohnern nicht einmal wahrgenommen. “Eine gute Bassbox auf mittlerer Lautstärke sorgt für deutlichere Erschütterungen,” so das LGB weiter. Nichtsdestotrotz ist uns diese ungewöhnliche Häufung kleiner Beben eine Meldung wert.


(Eines der Beben vom 03. September 2011 auf der Richterskala [Mitte] im Vergleich mit den Gehirnwellen von Helmut Kohl [oben/unten])

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Elektro Klownz!

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